Nachwuchskünstler im Rampenlicht

Deutzer Kulturfestival präsentierte ein vielseitiges Programm

Deutz (sf). Einen schöneren Ort hätte es für das Konzert der Band "Late on the Second" kaum geben können: Im Rahmen des neuntägigen Kulturfestivals "deutzkultur SommerStart" spielte sie auf einer Bühne mitten auf der Drehbrücke zwischen Schäl Sick und Südstadt. 

Viele Konzertbesucher lagen auf den Rheinwiesen und lauschten der Musik, während sich die Abenddämmerung stimmungsvoll über dem Rhein niederlegte. "Late on the Second", die im vergangenen Jahr den dritten Platz beim Bandwettbewerb "Köln rockt" gewonnen hatten, spielten zum Abschluss eines über achtstündigen Open-Air-Festivals, bei dem sich rund ein halbes Dutzend Bands das Mikrofon in die Hand gaben und ebenfalls die Bühne auf der Drehbrücke rocken durften. Neben Folk-, Blues-, Funk- und Soulbands standen auch "Querfälltein" auf der Bühne, um ihre "Rap'n'Roll"-Nummern zu präsentieren, bei denen die fünf Kölner originelle Rapeinlagen zu Bluesmusik hinlegten. Viel Applaus erhielten die Nachwuchskünstler insbesondere für ihre Freestyle-Nummern.
Organisiert wurde das Konzertspektakel von dem Verein deutzkultur, der das Kulturfestival "SommerStart" bereits zum fünften Mal veranstaltete. Neben Konzerten konnten die Besucher des Festivals auch Lesungen, Kunstausstellungen und andere Kulturveranstaltungen erleben - und das alles bei kostenlosem Eintritt. Bei der Realisierung des Festivals ist der Verein daher stets auf Sponsoren und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Fast 70 Personen gehören der "deutzkultur" mittlerweile an und unterstützen das Kulturprogramm - die Mitgliederzahl steigt immer höher: "Angefangen haben wir mit elf Mitgliedern", berichtet Nani Van Niekerk, Programmreferentin der deutzkultur. Mitglieder im Verein sind Menschen, denen ihr Veedel wichtig ist und die sich für ein größeres Kulturangebot in Deutz einsetzen wollen. Der Vorstand des Vereins organisiert jedes Jahr die "deutzkultur", Van Niekerk ist für die Auswahl und Buchung der Bands und Künstler verantwortlich: "Ich höre auf die musikalische Qualität und achte besonders auf ein breites Spektrum", erklärt Van Niekerk. Dass die Musikauswahl nicht einseitig ausfällt, ist der Programmreferentin ein großes Anliegen: "Wir machen alles querbeet durch", erklärt sie. Das gilt sowohl für die Musikauswahl, als auch für das übrige Kulturprogramm: Erstmals wurde in diesem Jahr eine Stand-Up-Comedy-Nummer ins Programm aufgenommen, auch die Rubrik "Klassik in der Kneipe" feierte dieses Jahr Premiere. Das neuntägige Kulturfestival bietet insbesondere Nachwuchskünstlern aus Köln und der Region eine optimale Gelegenheit, sich der breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Ziel ist es, insbesondere junge Künstler zu fördern.

Letzte Änderung: Donnerstag, 09.08.2012 10:12 Uhr

Blaulicht - Der Kölner-Polizeireport

Hier finden Sie die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Köln... »

Alle Titel im Großraum Köln/Bonn

Lernen Sie die weiteren Anzeigenblätter im Großraum Köln/Bonn kennen. »