Autounfall und Trinken - wer jetzt an Alkohol denkt, kann bei
Hitze schon mal falsch liegen. Auch wer als zuwenig trinkt,
steigert sein Unfallrisiko. Wie das?
Mediziner warnen: "Wer zu wenig trinkt, wird
schläfrig." Der Zustand werde in der Innenstadt nicht
schnell bemerkt, weil man da aufmerksam und wach bleibt. Aber bei
monotoner Autobahn kann schon nach ein bis zwei Minuten die
Aufmerksamkeit sinken, der Fahrer schätzt die Verkehrslage
nicht mehr optimal ein.
Es kommt aber nicht nur auf die Menge der Flüssigkeit an, sondern auch auf die Art des Getränks. So trinken viele, vor allem junge Fahrer, häufig die modernen koffein- und zuckerhaltigen Softdrinks. "Sie denken dann, dass sie genug getrunken haben, leiden tatsächlich aber an einem Flüssigkeitsmangel", warnt der Mediziner Dr. Lehrl. Der Grund: Diese Getränke wie auch Kaffee oder schwarzer und grüner Tee verstärken den Flüssigkeitsverlust, weil sie entwässernd wirken. Zudem trocknen die heute gängigen Klimaanlagen den Fahrzeuginnenraum und damit auch die Atemluft aus. Die Folge: Noch mehr Flüssigkeitsverlust und Durst.
Doch was soll man trinken? Mineralwasser,
Tafelwasser, aber auch stilles Wasser ist ebenso geeignet wie gut
schmeckendes Leitungswasser. Alle Wassersorten kann mit etwas
Zitronensaft geschmacklich variieren. Sie führen dem
Körper wichtige Spurenelemente und Mineralien zu.
Mediziner raten, vor Fahrtantritt den Durst zu löschen und
dann alle ein bis eineinhalb Stunden etwa zwei Gläser oder
Becher zu trinken. Auf eintönigen Strecken sorgt der Griff zum
Wasserbecher, der in vielen Autos in integrierten Haltern Platz
findet, sogar für etwas Abwechslung.
Wie viel soll man trinken? Erwachsene sollen täglich etwa 2 Liter Wasser zu sich nehmen. Hat man erst einmal Durst, dann zeigt der Körper schon einen Flüssigkeitsmangel an.
Vorausschauende Autofahrer nehmen sich eine Kühltasche mit Kühlakkus aus dem Gefrierfach oder eine elektrische Kühlbox mit. Preiswerte Getränke aus dem Supermarkt statt der total überteuerten Flaschen auf den Raststätten und Autobahntankstellen stillen so - schön kühl - auf langen Strecken den Durst. Und mit Obst und Schwarzbrot befüllt auch den Hunger.
Mein Tipp: Für unterwegs ist bei mir immer eine Kühltasche mit Erfrischungen in Griffnähe an Bord. Ein Plastikbecher mit Wasser im Getränkehalter sorgt dafür, dass ich bei Durst oder etwa im Stau schnell mal Wasser "nachtanken" kann. So bleibt man als Autofahrer fit.




