Das letzte Sommerfest

Hauptschule Paul-Humburg-Straße schließt

Longerich (as). Die Klassenräume sind leer. Die Umzugskartons sind gepackt. Während es für viele andere Kölner Schüler nach den großen Ferien wieder in ihre alte Schule zurückgeht, bleiben für die 130 Schüler der Gemeinschaftshauptschule Paul-Humburg-Straße die Schultüren geschlossen. 

Im Juli 2010 beschloss der Rat der Stadt Köln, die 52 Jahre alte Hauptschule zu schließen. Statt dessen soll die neue Gesamtschule Nippes dort ihren Betrieb aufnehmen.
Bis zur Fertigstellung des Neubaus der Gesamtschule in der Ossietzkystraße dient das alte Hauptschulgebäude als Interimsquartier. Zum Abschied feierten Eltern, Schüler Lehrer und Ehemalige ein letztes Mal ein gemeinsames Sommerfest. "Wir wollten unseren Schülern und Schülerinnen die Gelegenheit geben, sich von ihrer Schule zu verabschieden", so Konrektorin Gerty Atolf, die die Schule seit 34 Jahren leitet.
Wie enttäuscht und erbost alle Beteiligten über den Ratsbeschluss sind, zeigt eine Traueranzeige an der Schultür. "Wir fühlen uns aus unserer eigenen Schule hinausgeworfen", beklagt Gerty Atolf. Ihr Vorschlag, die 130 Schüler mit in die Gesamtschule einzugliedern, wurde entgegen ursprünglicher Zusage ohne Begründung abgelehnt.
Froh sind Atolf und ihre Kollegin Kathlen Schmitz-Karhof jedoch darüber, dass durch ihre Initiative alle Schülerinnen und Schüler der Klassen sechs bis neun im Klassenverbund und mit ihren Lehrern nach Heimersdorf in die Ursula-Kuhr-Schule übersiedeln können.
Die Konrektorin selbst ließ sich zurückstufen und wird als Klassenlehrerin in Heimersdorf weitermachen.

Letzte Änderung: Freitag, 03.08.2012 09:45 Uhr

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