Lindenthal (af). Die Aufregung bei den Anwohnern der Lindenthaler Kanäle war groß: Trotz "Stationen" mit Hundekotbeuteln entsorgten viele Hundebesitzer die Notdurft ihrer Vierbeiner am Wegesrand - zwar sorgfältig in Plastikbeuteln verpackt, aber einfach am Fuß der zahlreichen Bäume liegend.
Denn wenn entlang des Clarenbachkanals keine Mülleimer in
der Nähe standen, hinterließen "Herrchen" und
"Frauchen" den Unrat einfach an Ort und Stelle. Die
Anwohner hefteten daraufhin zahlreiche Zettel an die
Bäume - mit der Frage "Wer soll Ihrer Meinung nach die
Scheiße jetzt wegräumen?" und der Aufforderung an
die Hundebesitzer gerichtet, den Müll selbst zu beseitigen.
Das Grünflächenamt stellte mittlerweile zehn weitere
Mülleimer auf: "Das ist allerdings nur eine
vorübergehende Lösung", sagte Joachim Bauer, der
stellvertretende Leiter des Grünflächenamtes. Denn zehn
Mülleimer auf einer Wegstrecke von rund 1,5 Kilometern
seien immer noch zu wenig, der Etat des Grünflächenamtes
reiche allerdings nicht aus, um noch mehr Eimer aufzustellen.
Für die Reinigung der Wege sind grundsätzlich die
Abfallwirtschaftsbetriebe zuständig.
Der Leiter der Straßenreinigung, Michael Vater, will
künftig vermehrt auf die Säuberung der Wege entlang des
Kanals achten.
Die zusätzlichen Müllbehälter haben die Situation
jedenfalls schon einmal verbessert, denn nur wenige Plastikbeutel
sind derzeit am Wegesrand zu sehen. Noch mehr Abfalleimer
aufzustellen, "wird etwa ein halbes Jahr in Anspruch
nehmen", so Vater.


