Zu wenig Mülleimer

Das Problem mit der tierischen Notdurft

Lindenthal (af). Die Aufregung bei den Anwohnern der Lindenthaler Kanäle war groß: Trotz "Stationen" mit Hunde­kotbeuteln entsorgten viele­ Hundebesitzer die Notdurft ­ihrer Vierbeiner am Wegesrand - zwar sorgfältig in Plastikbeuteln verpackt, aber einfach am Fuß der zahlreichen Bäume liegend. 

Denn wenn entlang des Clarenbachkanals keine Mülleimer in der Nähe standen, hinterließen "Herrchen" und "Frauchen" den Unrat einfach an Ort und Stelle. Die Anwohner hefteten darauf­hin zahlreiche Zettel an die Bäume - mit der Frage "Wer soll Ihrer Meinung nach die Scheiße jetzt wegräumen?" und der Aufforderung an die Hundebesitzer gerichtet, den Müll selbst zu beseitigen. Das Grünflächenamt stellte mittlerweile zehn weitere Mülleimer auf: "Das ist allerdings nur ­eine vorübergehende Lösung", sagte Joachim Bauer, der stellvertretende Leiter des Grünflächenamtes. Denn zehn Müll­eimer auf einer Wegstrecke von rund 1,5 Kilometern seien immer noch zu wenig, der Etat des Grünflächenamtes reiche allerdings nicht aus, um noch mehr Eimer aufzustellen.
Für die Reinigung der Wege­ sind grundsätzlich die Abfallwirtschaftsbetriebe zuständig.
Der Leiter der Straßenreinigung, Michael Vater, will künftig vermehrt auf die Säuberung der Wege entlang des Kanals achten.
Die zusätzlichen Müllbehälter haben die Situation jedenfalls schon einmal verbessert, denn nur wenige Plastikbeutel sind derzeit am Wegesrand zu sehen. Noch mehr Abfalleimer aufzustellen, "wird etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen", so Vater.

Letzte Änderung: Freitag, 03.08.2012 09:59 Uhr

Blaulicht - Der Kölner-Polizeireport

Hier finden Sie die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Köln... »

Alle Titel im Großraum Köln/Bonn

Lernen Sie die weiteren Anzeigenblätter im Großraum Köln/Bonn kennen. »