Müngersdorf (red). Auch bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten im Mönchengladbacher Grenzlandstadion zeigte sich, dass beim ASV Köln langsam, aber sicher, wieder eine starke Jugend-Gruppe heranwächst.
Sowohl im Sprint als auch im Sprung, bei den Mittelstrecken und mit zwei Erwachsenen-Staffeln war der Kölner Traditionsclub vertreten. Die einzige jugendliche Athletin mit Vorerfahrung bei solch einer Meisterschaft war dann auch die erfolgreichste: Vera Coutellier (Jahrgang 1995), Mitglied des DLV-C-Kader-Laufs, hatte sich zusammen mit ihrem Trainer Jürgen Jaenisch für einen Start über die 1.500 Meter-Strecke entschlossen. Im Vorlauf lief sie kontrollierte 4:41,83 Minuten. Bei Platz zwei in ihrem Lauf konnte sie wertvolle Kräfte für das Finale am folgenden Tag sparen. Dort überzeugte sie dann mit der zweitbesten Zeit (4:34,82 Minuten) ihrer noch jungen Karriere und belegte letztlich einen hervorragenden vierten Rang. Auch ihre Bestzeit (4:32,66 Minuten) hätte dabei nicht für eine Medaille gereicht. Die anderen beiden jugendlichen Starter waren Debütantinnen. Überzeugend verlief dabei der Auftritt von Nadine Swienty. Erst im letzten Jahr im Rahmen des Sprintcups gesichtet, gelang es der jungen Athletin auf Anhieb, bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft im U20-Bereich in den Endlauf vorzustoßen. Und auch hier überraschte sie alle mit herausragenden 12,18 Sekunden. In ihrer ersten Saisonsicherte sie sich damit gleich Rang sieben bei einer Deutschen Meisterschaft. Schon einige Zeit länger dabei ist Jennifer Laschet. In einem riesigen Teilnehmerfeld fiel es der jungen Athletin beim U18-Hochsprung schwer, den richtigen Rhythmus zu finden. Mit 1,64 Metern blieb sie von der Höhe her zwar etwas unter Wert, Platz 15 von 20 Teilnehmerinnen war allerdings angesichts der gerade geschafften Qualifikation insgesamt in Ordnung. "Bei Höhen jenseits der 1,60 Meter sind bei den meisten Wettkämpfen die Felder recht übersichtlich, man springt ständig und ist in seinem Rhythmus. Für Jenny war es etwas ganz Neues, für einen zweiten Versuch bei 1,64 Meter 20 Minuten zu warten und die Spannung hochzuhalten. Trotzdem hat sie viel für die Zukunft gelernt und mich nicht enttäuscht", lautete das Fazit von Trainer Tobias Rüttgers. Stark besucht waren auch die beiden Staffelkonkurrenzen im Erwachsenenbereich. Über die 3 x 800 Meter der Frauen konnte die Staffel des ASV mit einer Steigerung von beinahe 25 Sekunden gegenüber dem Vorjahr überzeugen. Trotzdembedeuteten 6:49,52 Minuten in der Besetzung Wiebke Bültena, Charlotte Jostock und Ursula Gatzweiler "nur" Rang 10. Aus Mittelstreckensicht herrschte aber ein erfreulich hohes Niveau bei dieser Meisterschaft. Denn auch die Zeit der Männerstaffel (7:25,61 Minuten) war in den letzten Jahren schon einmal mehr wert bei einer Deutschen Meisterschaft. In der Besetzung Alexander Glowa, Dominic Neumann und Bob Greis belegte man dieses Jahr mit dieser Zeit Rang 16.


