Deutscher Meister

Die TPSK-Herren verteidigten ihren Titel im "Tamburello"

Bocklemünd (red). Die Erwartungen, mit denen die Tamburello-Abteilung der Telekom-Post Sportgemeinschaft Köln e.V. (TPSK) zur Deutschen Meisterschaft nach Osnabrück fuhr, waren hoch und berechtigt.

Denn die Kölner Tamburello-Mannschaften der Damen und vor allem der Herren zählten bei den 3. Deutschen Meisterschaften zum Favoritenkreis. "Als amtierender deutscher Meister und Titelverteidiger war die Anspannung und Erwartung speziell bei den Herren entsprechend hoch", erklärte Dirk Ertel, Manager der Tamburellos beim TPSK und Trainer der Herrenmannschaft. "Wir wollten den Pokalbei den Herren unbedingt wieder mit nach Hause bringen und bei den Damen ein gutes Ergebnis erzielen. Das ist uns gelungen. Wir sind zum 3. Mal deutscher Meister", freute er sich. Zehn Spielerinnen und Spieler waren bei den Wettkämpfen angetreten. Zur Vorbereitung gehörte dabei nicht nur sportlicher Ehrgeiz, sondern auch die Suche nach finanziellen Unterstützern. Denn der TPSK stellt den Spielern zwar die Trainingshallen und Sportgeräte bereit und übernimmt auch die Teilnahmegebühren, die Fahrt nach Osnabrück und die Übernachtungen sowie die Verpflegung mussten sie aber selbst aufbringen. "Die sportlichen Voraussetzungen, um den Titelnach Hause zu holen, haben all unsere Spieler, aber nicht jeder kann sich die Teilnahme an der Meisterschaft leisten", bedauerte Ertel. Hier half den "Tamburellos" die PSD Bank Köln, die schon seit über zehn Jahren die TPSK mit Geld- und Sachspenden unterstützt: "Dank der Spende von 2.200 Euro konnte die Mannschaft komplett nach Osnabrück fahren und den Titel holen", bedankte sich Ertel, denn "in dieser Form wurden wir bisher noch nie unterstützt." Nils Koall, Leiter Vertriebsmanagement bei der PSD Bank Köln eG, erklärte: "Tamburello, das ist so ein exotischer und unbekannter Sport, da war es für uns selbstverständlich, zu helfen. Immerhin konnten wir so den Titel erneut nach Köln bringen", freute er sich.

Info

Tamburello gehört zu den Rückschlagspielen und ist eine Mischung aus Faustball und Tennis. In der international etablierten Hallenversion stehen sich auf beiden Spielfeldhälften jeweils drei Spieler gegenüber, die versuchen, einen kleinen Ball, ähnlich einem Tennisball, mit einem kreisrunden, trommelartigen Gerät unerreichbar für den Gegner in dessen Spielhälfte zu spielen. Das Hallenspielfeld ist etwas größer als ein Basketballfeld. Der Tamburello-Schläger, kurz "TAM", ist einhundertmal stärker bespannt als ein Tennisschläger, so dass ein sehr schnelles Spiel zustande kommt. Besonders viel Spaß macht auch die Beachversion, die im Sommer am Strand oder auf den städtischen Beachanlagen gespielt wird - dann aber über ein Netz.

Letzte Änderung: Freitag, 17.08.2012 09:40 Uhr

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