Stadt sammelt Altkleider

Köln (ks). Der Altkleidermarkt ist ein lukratives Geschäft. Bundesweit hat sich das Volumen der gesammelten Kleider seit Mitte der 90er Jahre verdoppelt, für Köln gibt es eine ähnliche Entwicklung zu vermelden. 

Eine Untersuchung des Altkleider-Dachverbandes Fairwertung belegt, dass 10 Prozent dieser Kleidungsstücke im Müll landen, die Hälfte wird recycelt, die restlichen 40 Prozent sind gut genug für den Wiederverkauf. Diese werden dann um die halbe Welt in Länder wie Tansania transportiert, wo über die Hälfte der Bevölkerung auf gebrauchte Kleidung angewiesen ist.

Im Straßenbild fällt die rapide Zunahme von Altkleidercontainern auf, der Markt ist auch für die Stadtverwaltung unüberschaubar geworden. "Weit über 1.000 solcher Container stehen im Stadtgebiet", so Henriette Rieker, die Umweltdezernentin der Stadt, für keinen von ihnen liegt laut Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB) eine Genehmigung vor. Zum Vergleich: Im fast doppelt so großen Hamburg stehen gerade mal 400 Altkleidercontainer am Straßenrand.

Die Stadt will jetzt durchgreifen. Alle nicht genehmigten Container sollen kostenpflichtig entfernt und durch etwa 800 Boxen der AWB ersetzt werden. Ein entsprechender Modellversuch in Ehrenfeld im vergangenen Jahr ist laut Stadt erfolgreich verlaufen. "Natürlich wollen wir nicht den caritativen Sammlern in die Quere Kommen", betont die Umweltdezernentin. Deshalb gehen die so erwirtschafteten Gewinne zur Hälfte an diese Organisationen, der Rest wird zur Senkung der Müllgebühren verwendet.

Letzte Änderung: Donnerstag, 08.10.2015 17:12 Uhr

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