Giftköder töten Tiere in Rath

Hundebesitzer schließen sich zusammen

Rath/Heumar (kg). Am Samstagnachmittag haben sich mehr als 30 Leute mit ihren Hunden beim "Blatt und Blüte"-Stand an der Einmündung des Rather Kirchwegs in die Lützerathstraße eingefunden. 

Der Verdacht steht im Raum, dass Unbekannte seit etwa Anfang Januar im Bereich des Rather Kirchwegs Giftköder und Rasierklingen auslegen, ebenfalls soll das am Mauspfad zwischen der Rösrather Straße und der Forststraße geschehen sein. Monika Vog schildert, wie sie am 22. Januar um 8 Uhr morgens mit ihrem achtjährigen Terriermischling Charly von der Forststraße zum Rather Mauspfad ging und der Hund in Höhe der Autobahnbrücke etwas fraß. "Keine 150 Meter weiter fing er an, sich zu übergeben und er hatte Schaum vor dem Mund", schilderte Vog, die sich direkt auf den Weg nach Hause machte und bei Tierarzt Dr. Stefan Kreth anrief, der ihr riet, sofort vorbeizukommen. Die Geschichte endet leider tragisch, der Veterinär konnte Charly nicht mehr retten.

Julia Wätzel, Besitzerin eines dreijährigen Border-Collie-Schäferhunde-Mix erzählt, dass im Bereich des Rather Kirchwegs zwei Hunde und am Mauspfad vier Hunde gestorben seien. Ihr Hund trage inzwischen einen Maulkorb. Ebenfalls der Australien Shepard von Marion Schumacher, die davon berichtet, dass auch am Stachelswegpark (zwischen Volberger Weg und Erlöserkirchstraße) zwei Köder ausgelegt worden seien. Ilonka Bendig, Besitzerin von Missey, einem acht Monate alten ungarischen Dackelmix, schildert, dass sie sich mit Bekannten gegen 16 Uhr am Rather Kirchweg treffe, um gemeinsam mit den Hunden spazieren zu gehen und dies inzwischen aufmerksamer mache. Neben Bendig haben sich weitere Hundebesitzer auf Facebook unter "Augen auf in Rath/Heumar" zu einer Initiative formiert, bei der auch Ute und Peter Wolff mit Tochter Julia posten. Die 22-Jährige hatte zu dem Treffen am Samstag eingeladen.

Man ist nun aufmerksamer im Ort. Helen Schrankel hat laminierte DIN-A4-Blätter mit Hinweisen verteilt und zum Treffen mitgebracht. Neben Monika Vog hätten sich weitere Leute, deren Hunde unter den Opfer waren, an die Polizei gewendet. Der Ruf wird laut, das Ordnungsamt solle sich einschalten. Die Initiative überlegt, sich an die örtliche Politik und an die Bezirksvertretung zu wenden.

Als Ansprechpartner können Felicitas Kruppe unter Telefon 0163/ 2439479, E-Mail felicitas.kruppe@gmx.de oder Helen Schrankel unter schrankel@netcologne.de erreicht werden.

Letzte Änderung: Donnerstag, 08.10.2015 17:12 Uhr

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