Für friedliche Integration der verschiedenen Religionen

Christian Wulff zu Besuch bei der DiTib

Köln (ks). "Der Islam gehört zu Deutschland." Dieser Satz wird immer wieder mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff in Verbindung gebracht. Damit steht das frühere Staatsoberhaupt ganz besonders für die friedliche Integration der verschiedenen Religionen. 

So war es auch folgerichtig, dass die DiTib, der Dachverband von über 900 muslimischen Ortsgemeinden und Träger der Moschee in Ehrenfeld, Christian Wulff eingeladen hatte, um mit muslimischen und christlichen Jugendlichen über Religion, Politik und Gesellschaft zu diskutieren. Mitorganisator war die Eugen-Biser-Stiftung, die sich aus christlicher Sicht um den Dialog zwischen den Religionen kümmert.
In ihren Grußworten stellten DiTiB-Vorstand Dr. Bekir Alboga und Dr. Heiner Köster von der Biser-Stiftung die Wichtigkeit des Zusammenlebens und des Dialoges zwischen den beiden Religionen heraus. Christian Wulff betonte in seiner Ansprache, dass er gerne um 6 Uhr in Hannover aufgestanden sei und fand diese Veranstaltung "deutlich wichtiger als das Heimspiel von Hannover 96 gegen den 1. FC Köln." Recht überzeugend stellte der frühere Bundespräsident dar, dass die Verständigung zwischen den Religionen inzwischen eine Frage des Weltfriedens ist. "Wenn jeder den anderen so behandeln würde, wie er selbst behandelt werden möchte, wären fast alle Probleme gelöst."

Er wies auf das Toleranzgebot des Grundgesetzes hin und stellte klar, dass das Zusammenleben nur funktioniert, wenn sich alle an die gleichen Regeln halten. "Das fällt Muslimen manchmal schwer, wenn man an die Gleichberechtigung der Frau oder die Sexualmoral denkt." Extreme Positionen wie das "Schönreden der Gutmenschen und der Missbrauch des Islams durch Fundamentalisten" müsse von beiden Seiten thematisiert werden. In der anschließenden Diskussion stimmten die Jugendlichen den Thesen von Christian Wulff begeistert zu und äußerten Unverständnis und Trauer, dass "soviel Hass und Gewalt entstanden ist." Gerade die junge Generation sieht sich in der Verpflichtung, das zu überwinden.

Foto: Surmann
Christian Wulff (v.l.), Maria Maier vom Stadt- und Regionalvorstand des Bundes der Katholischen Jugend in München und Taner Beklen, Bundesvorsitzender des Bundes der muslimischen Jugend, diskutierten auf dem Podium.
Letzte Änderung: Dienstag, 15.03.2016 16:50 Uhr

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