Von Adenauers Erbe zur Grüngürtel-Charta

13,4 Millionen Euro für den Grüngürtel der Region

Wesseling/Rhein-Erft-Kreis. RegioGrün ist ein strategisches, auf die Zukunft ausgerichtetes Konzept zur nachhaltigen Sicherung und Entwicklung von Freiflächen. Aufbauend auf dem historischen Erbe des inneren und äußeren Kölner Grüngürtels verbinden radiale Freiraumkorridore die Erftaue, die bewaldete Ville und das Bergische Land und schaffen damit einen dritten (Kölner) Grüngürtel sowie ein Netzwerk regionaler Kulturlandschaften.

Ziel des Projektes RegioGrün ist es, mit einem zusammenhängendem GrünNetz das Erholungspotential und die Lebensqualität im Ballungsraum Köln/Bonn zu steigern und den suburban geprägten Raum der Metropolregion zu gliedern und zu strukturieren.

Mit dem Projekt RegioGrün haben sich die Stadt Köln und der Rhein-Erft-Kreis zusammen mit zahlreichen kommunalen Partnern, Institutionen und Verbänden in der Region bereits frühzeitig im Rahmen der Regionale 2010 beworben. 2007 erhielt RegioGrün den Status als A-Projekt der Regionale 2010.

Die Übergabe des Bewilligungsbescheides durch Minister Harry K. Voigtsberger (Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr) und Regierungspräsidentin Gisela Walsken an Landrat Werner Stump legt nicht nur die finanzielle Grundlage für die Umsetzung des ambitionierten Projektes, sondern würdigt auch ein Modellprojekt interkommunaler Zusammenarbeit.

Erstmalig stehen für dieses Grünprojekt neben Städtebaufördermitteln des Landes und des Bundes (Stadterneuerung/Stadtumbau West) auch Mittel des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) in Höhe von 50% der Fördersumme zur Verfügung. Bei einem Gesamtprojektvolumen von ca. 16,75 Millionen Euro beläuft sich die Fördersumme bei einer Förderquote von 80% auf ca. 13,4 Mio. Euro. Hiervon erhalten Köln und Bergisch-Gladbach ca. 4 Mio. Euro, in die Projekte im Rhein-Erft-Kreis fließen insgesamt ca. 9,4 Mio. Euro.

Um die Nachhaltigkeit und Langfristigkeit der Zielsetzungen des Freiraumkonzeptes und den gemeinsamen Willen zur Umsetzung zu dokumentieren, unterzeichneten die Projektpartner eine gemeinsame Erklärung zur Sicherung und Entwicklung des regionalen Kulturlandschaftsnetzwerkes. Diese Grüngürtel-Charta soll den

Grundstein, das Fundament einer neuen interkommunalen und interdisziplinären Kooperation bilden, die sich jenseits von traditionellen Planungshierarchien und kommunalen Grenzen an einem gemeinsamen, regionalen Leitbild orientiert.

"Mit dem Bewilligungsbescheid kann das Projekt RegioGrün nun zum Wohle aller in unserer Region umgesetzt werden. Ich freue mich sehr, denn hier wird der Netzwerkgedanke mit vielen regionalen Partnern nach vorne getragen. Gemeinsam sind wir stark und können viel bewegen", so Stump.

Letzte Änderung: Montag, 27.12.2010 17:01 Uhr

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