Von Montserrat Manke
Widdig. Zwei Leichenhunde der Polizei, die nach dem vermissten Hausbesitzer in den Trümmern gesucht hatten, schlugen nicht an. "Wir gehen davon aus, dass sich niemand in dem Objekt befunden hat", so Frank Kreft, Pressesprecher der Bonner Polizei.
"Der hat doch längst das Weite gesucht", sagen derweil Anwohner, die zusammen mit Schaulustigen um die Ruine herum stehen. Der 51-Jährige Hausbesitzer ist das Thema am Dienstagmorgen.
Eine Nachbarin berichtet, dass am Morgen die Zwangsräumung des Objektes angestanden hätte, weil es am nächsten Tag in die Zwangsversteigerung hätte gehen sollen: "Ich habe den vor ein paar Wochen noch gesehen, wie er mit Benzinkanistern in die Garage gegangen ist. Ich habe mir nichts dabei gedacht, denn er hat ein Mopped", sagt sie. Und auch eine junge Frau, die inmitten der Diskutierenden steht, äußert, noch vor einer Woche habe sie den ehemaligen Gerichtsvollzieher mit Benzinkanistern hantieren sehen.
"Das ist auf jeden Fall herbei geführt worden", meint ein Nachbar zu Werbekurier-Online. Er war Augenzeuge, wie das Haus in der Nacht explodierte und binnen Sekunden gänzlich in Flammen stand. Das bestätigt auch ein anderer Nachbar.
Einige sprechen sogar davon, dass Nachbarn den Hausbesitzer sogar noch in der Nacht über das Feld laufen haben sehen, und es macht das Gerücht von illegalen Vermietungen an Monteure im Obergeschoss die Runde.
Alles reine Spekulationen, an denen sich die Ordungsbehörden nicht beteiligen wollen, wie Kriminalhauptkommissar Kreft erläutert. Derweil steht aber fest, dass die Feuerwehr in der Garage vier Benzinkanister gefunden hat, wie der Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort, Stadtbrandinspektor Hans-Georg Gennrich der Redaktion bestätigt.
Zurzeit markieren Beamte des Landeskriminalamtes die Straße, denn ein Hubschrauber wird den Einsatzort vermessen. Derweil kontrolliert die Feuerwehr stündlich das explodierte Haus auf Brandherde, das Kriminalkommissariat 11 hat die Ermittlungen aufgenommen, und am Morgen war schon Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler vor Ort und hat sich ein Bild von der Lage in dem Stadtteil gemacht.
Die Suche nach dem Besitzer geht natürlich weiter, denn "Wir haben großes Interesse daran, mit dem Mann zu reden", sagt Kreft.
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