Kölner Westen (vd). Ähnlich wie beim Roulette heißt es beim Straßenverkehr im KölnerWesten seit einiger Zeit: "Nichts geht mehr!" In der "Rush Hour" nach dem Feierabend im Kölner Westen ist wenig (Raum) zu gewinnen.
"Seit der Autobahnbaustelle herrscht bei uns das absolute Verkehrschaos. Zu Stoßzeiten staut sich auf den Junkersdorfer Wohnstraßen der Verkehr über mehrere Stunden", erklärt Astrid Franzen, die Sprecherin der Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V. (BIG). Und auch in Lindenthal und Marsdorf steht der Verkehr. Die Anwohner können kaum mehr ihre Wohngebiete verlassen und die Pendler rollen meterweise den Autobahnauffahrten der A1 und A4 an der Dürener Straße entgegen. "Es wird endlich Zeit, dass die Kölner Politik hier die Reißleine zieht. Wir wollen, dass kurzfristige Maßnahmen ergriffen werden", so Astrid Franzen.
Angesichts des Verkehrschaos in Lindenthal, Junkersdorf und Marsdorf erklärt Astrid Franzen von der Bürger-Interessen- Gemeinschaft Junkersdorf e.V. (BIG), auch hinsichtlich der Großmarktplanung: "Wir würden uns sehr wünschen, dass Politik und Verwaltung sich vor Ort von der desolaten Verkehrslage ein Bild machen, statt mit Gutachten zu argumentieren, die von viel zu geringen Verkehrszahlen ausgehen und statt Maßnahmen zu diskutieren, die unsere Situation schon längst nicht mehr verbessern können." Astrid Franzen fordert, stellvertretend für viele Anwohner, die sich an die BIG gewandt haben: "Im Kölner Westen muss weiterer Verkehr unbedingt vermieden werden. Stattdessen müssen die im Westen liegenden Stadtteile durch intelligente Verkehrskonzepte von Durchgangsverkehr freigehalten werden. Dies wird bisher von der Verwaltung der Stadt Köln blockiert." Denn auch wenn die Einhausung der A1 irgendwann fertig ist, und Fahrzeuge auch wieder in Weiden auf die Autobahn geleitet werden können, bliebe das grundsätzliche Problem bestehen. "Natürlich wird die Beendigung der Sperrung des Autobahnanschlusses an der Aachener Straße eine Besserung bringen, unsere Verkehrsprobleme löst dies dennoch nicht. Die Kreuzung Dürener Straße / Militärring wird immer ein Nadelöhr bleiben, auch wenn sie durch Abbiegespuren erweitert würde, wie die Stadt Köln es vor hat." Für kurzfristige Verbesserungen strebt die BIG deshalb eine Verbesserung der Verkehrsführung an der Autobahnbaustelle an. Dazu zählt man auch verkehrslenkende Maßnahmen bis hin zu Zufahrtsverboten, die verhindern sollen, dass Wohnstraßen als Ausweichrouten benutzt werden. Astrid Franzen: "Außerdem wenden wir uns gegen weitere verkehrsintensive Projekte wie die Gewerbegebietserweiterung, damit nicht noch mehr Verkehr den Kölner Westen überschwemmt."





