Aus altem Müll wird neues Spielzeug

Hauptschüler bastelten für Kitakinder aus recyceltem Material

Mülheim (sf). Mit verschiedenen Spielaktionen hat die Klasse 7b der Hauptschule Tiefentalstraße Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Von-Sparr-Straße begeistert. 

Einen Tag lang waren die Hauptschüler zu Besuch in der Kita und haben mit den Kleinen Ringwerfen, Domino, Mensch-ärgere-dich-nicht oder Memory gespielt. Das Besondere: Alle Spiele wurden zuvor von den Siebtklässlern selbst gebastelt - und zwar aus Recyclingmaterial. Umweltpädagogin Katja Schatzinger vom Verein Netzwerk hatte vier Wochen intensiv mit den Hauptschülern zusammengearbeitet und ihnen gezeigt, was man aus Müll alles herstellen kann.
Entstanden ist beispielsweise ein Domino-Spiel, das aus einem Turm aus Milchkartons und Krepppapier besteht, aber auch aus Bier- und Milchdeckeln haben die Schüler einfallsreiche Spiele gebastelt. "Das Thema Müll wird hier kindgerecht als Mitmachaktion präsentiert", erklärt Sabine Müller vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt. Ziel des Projekts ist es, Kindern ein besseres Umweltbewusstsein zu vermitteln. Die Sauberkeitsinitiative "Hallo Nachbar, danke schön", zu der die Spielaktion gehört, wurde im Herbst 2009 vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt ins Leben gerufen. "Vor drei Jahren war Mülheim Nord überproportional vermüllt", blickt Sabine Müller zurück. Mit dem Umweltprojekt möchte man auch weiterhin nicht nur den jungen Bewohnern des Stadtteils ein besseres Umweltbewusstsein vermitteln: "Wir hoffen, über die Kinder auch die Eltern zu erreichen", erklärt Müller.
Seit dem Start des Projekts habe sich zwar im Veedel einiges verbessert, doch viele Bürger scheinen nach wie vor keinen Sinn für Sauberkeit zu besitzen. "Wir werden ständig von der Nachbarschaft zugemüllt", berichtet Christiane Baltz, Leiterin der Kindertagesstätte Von-Sparr-Straße, und blickt dabei auf das Außengelände der Kita-Anlage. Jeden Morgen liegen hier große Mengen an Müll herum. "Wir können kein Kind auf unser Außengelände lassen, bevor wir das nicht abgesucht haben", erklärt Baltz. Zu groß sei die Gefahr, dass sich ein Kind an Glasscherben oder anderen Gegenständen verletzt.
Über die Spielaktion und den Besuch der Hauptschüler freute sie sich aber ebenso wie die Vorschulkinder: "Das ist eine tolle gegenseitige Erfahrung: Die Schüler nehmen die Kinder an die Hand und gehen sehr liebevoll mit ihnen um", stellte Baltz fest.

Letzte Änderung: Donnerstag, 08.10.2015 17:12 Uhr

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